Gesundheit
Im leistungsorientierten Sport wird stets versucht, die eigenen Muskeln mit Hilfe von Nahrungsergänzungsmitteln (Supplemente) zielgerichtet aufzubauen. Eine geeignete Nahrungsergänzung hilft dabei, den erhöhten Verbrauch von Mineralstoffen, Aminosäuren, Eiweißen und Kohlenhydrate wieder auszugleichen und die körperliche Leistungsfähigkeit zu steigern. Darüber hinaus dienen die Supplemente einer schnelleren Regeneration des im Sport stark beanspruchten Körpers. Unabhängig von der Sportart kommen zur Förderung von Gesundheit und Muskelaufbau insbesondere folgende Substanzen in Betracht:
Mineralstoffe
Hierunter werden anorganische Substanzen verstanden, die im menschlichen Organismus für Stoffwechsel und Aufbauprozesse unverzichtbar sind. Ebenso wie Vitamine können diese nicht selbst vom Körper produziert werden und müssen demzufolge über Getränke und Nahrung von außen zugeführt werden. Bei den Mineralstoffen wird zwischen Spuren- und Mengenelementen unterschieden. Während der tägliche Bedarf an Spurenelementen bei weniger als 50 mg am Tag liegt, beträgt dieser bei Mengenelementen über 50 mg. Zu den wichtigsten Spurenelementen zählen Jod, Zink und Eisen. Essentielle Vertreter der Mengenelemente sind dagegen Natrium, Magnesium, Kalium und Calcium. Ein Mangel an Mineralstoffen kann vielfältige Störungen hervorrufen und sich sehr negativ auf Fitness und Muskelzustand auswirken. So kann es im Falle eines Magnesiummangels zu Muskelkrämpfen und bei Kaliummangel zu Muskelschwäche kommen. Calcium ist nachweislich an der Erregbarkeit der Muskeln beteiligt. Sein natürlicher Gegenspieler bei der Muskelkontraktion ist Magnesium. Um eine optimale Muskelfunktion gewährleisten zu können, ist das physiologische Gleichgewicht zwischen beiden Mineralstoffen eine wesentliche Voraussetzung. Hohe Verluste über den Schweiß sowie eine zu geringe Energiezufuhr können schnell zu einem Defizit dieser beiden Mineralstoffe führen. Damit würde die Wahrscheinlichkeit eines Wadenkrampfes erheblich ansteigen. Calcium und Magnesium werden aus den verzehrten Lebensmitteln lediglich zu 30 bis 40% vom Körper übernommen. Anhand von Nahrungsergänzungsmitteln kann der tägliche Bedarf zuverlässig gedeckt und so der Muskelaufbau gefördert werden.
Aminosäuren
Sie verkörpern die einfachste Bauweise der Eiweiße (= Proteine) und sind demnach die kleinsten Bausteine der Proteine. Benötigt werden diese unter anderem zur Bildung von Muskeln. Obwohl etwa zwanzig Aminosäuren in der Natur vorkommen, kann der menschliche Organismus nur wenige selbstständig aufbauen. Weil die sogenannten essentiellen Aminosäuren durchgehend nicht von unserem Körper gebildet werden können, müssen diese zwangsläufig über die Nahrung oder Supplemente aufgenommen werden. Aminosäuren wie Arginin, Leucin, Glutamin, Lysin, Valin, Methionin, Threonin oder Isoleucin bewirken die Ausschüttung von Wachstumshormonen. Diese führen wiederum zu einem verstärkten Aufbau der Muskelmasse, wobei zusätzlich Ermüdungserscheinungen nach dem Training signifikant verzögert oder gar vermieden werden. Studien konnten zeigen, dass bereits die tägliche Aufnahme von 10g essentieller Aminosäuren in Verbindung mit Krafttraining zu einem deutlichen Kraftzuwachs führt. Nicht zu unterschätzen ist darüber hinaus die beschleunigende Wirkung bei Abbau von Stressregulationen in der Muskulatur (z.B. Kraftverlust, Muskelkater). Anhand von Aminosäurepräparaten kann eine Über- oder Unterversorgung mit Aminosäuren und somit ein Muskelabbau verhindert werden.
Creatin, Carnitin und Vitamine
Bei Creatin handelt es sich um eine körpereigene Substanz, die im menschlichen Organismus als Zwischenprodukt des Energiestoffwechsels entsteht. Gebildet wird Creatin in der Niere und Leber durch Zuführung von Methionin, Arginin und Glycin. Die Substanz ermöglicht die Synthetisierung von Adenosintriphosphat, der als Hauptenergielieferant für die Körpermuskulatur bekannt ist. Durch die Einnahme von Creatin wird im Muskel vermehrt Wasser gespeichert, wodurch eine Zellvergrößerung erreicht wird. Des Weiteren werden in den Muskelzellen große Mengen weiterer für die Energiebereitstellung benötigte Substanzen gelagert. Auch dieser Vorgang fördert den Muskelaufbau. Creatin besitzt zudem die Fähigkeit, Glykogen einzulagern. Dieses steht den Muskeln zur Verfügung und begünstigt hierdurch lang anhaltende Muskelleistungen. Das Glykogen führt zudem zu einer pralleren Muskulatur, da dieses mehr Wasser in den Muskeln zu binden vermag. Weil die körpereigene Produktion von Creatin dem optimalen Muskelaufbau nicht Genüge tut, kann der Creatinspiegel über Supplemente zuverlässig erhöht werden. Im Gehirn sowie in der Niere und Leber wird aus den Aminosäuren Methionin und Lysin die Substanz Carnitin gebildet. Weil Carnitin als Transportmittel langkettiger Fettsäuren in die Mitochondrien fungiert, spielt es bei der Energiegewinnung aus Fett eine wesentliche Rolle. Unsere Gesundheit und Fitness erfordert zudem eine bestimmte Menge an Vitaminen. Von essentieller Relevanz sind vor allem Vitamin C und E. Vitamin C wird für die Bildung von Kollagen benötigt, welches wiederum für die Stabilität der Muskeln sorgt. Vitamin E ist am Stoffwechsel von Nukleinsäuren, Eiweißkörpern und Kohlenhydraten beteiligt und für die gesunde Entwicklung der Muskulatur verantwortlich.
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