Laufen oder Radfahren - Jedem das Seine?
Welche Ausdauersportart zu welchem Menschen passt lässt sich pauschal nicht feststellen. In den Kreisen derjenigen Männer und Frauen, die beschließen, sich ab sofort mehr zu bewegen, gibt es sowohl die Läufer-Typen als auch die Fahrradfahrer. Wer allerdings nach jahrelanger Sportabstinenz erwartet, er könne ab sofort wie ein Leistungssportler trainieren, der liegt falsch. In jedem Fall sollte man sich zu seinem Hausarzt begeben und gründlich untersuchen lassen. Schlimmstenfalls schlummert im Körper ein Leiden, das erst durch die beim Training auftretende Belastung zutage tritt. Die Tatsache, dass man sich grundsätzlich gut fühlt, ist zwar ein Indiz dafür, dass der plötzliche Sport nicht schadet, aber keine Garantie.
Laufen soll eigentlich gar nicht anstrengen ...
Wie bitte? Laufen, ohne sich zu verausgaben? Das kann doch gar nichts bringen! Ganz im Gegenteil. Wer sich beim Arzt untersuchen lässt, der darf mit Gewissheit auch auf dem Ergometer Platz nehmen und in die Pedale treten. Mittels des Elektrokardiogramms unter Belastung stellt der Mediziner fest, inwieweit der erhöhte Pulsschlag auf das Herz wirkt. Insbesondere, wenn man als ungeübter Sportler mit dem Ausdauertraining beginnt, mutet man sich gern zu viel zu. Entweder ist die ausgewählte Laufstrecke entschieden zu lang oder man läuft einfach viel zu schnell. Wer allerdings seinen Maximalpuls kennt und den daraus ermittelten optimalen Trainingspuls nicht überschreitet, der fühlt schon nach recht kurzer Zeit und wenigen Trainingseinheiten eine merkliche Steigerung der Ausdauer. Grundsätzlich gilt die Aussage: »Beim Joggen sollte man sich unterhalten können!« Wer mit einer Frequenz von 180 bis 200 Schlägen pro Minute auf den Trimmpfad unterwegs ist, der ist als Neuling in Sachen Laufen mit Sicherheit zu schnell.
Radfahren schont das Herz, Bänder, Gelenke und Muskeln
Als Rehabilitationssport für Herzpatienten ist aktuell das Training auf dem Fahrrad erste Wahl. Schon verhältnismäßig kurze Zeit nach einem Eingriff dürfen Genesende, die einen Herzinfarkt erlitten, auf dem Bike oder dem Ergometer trainieren. Während beim Laufen die Pulsfrequenz relativ rasch ansteigt, lässt sich anhand der wählbaren Wattzahl auf dem Trimmrad der Widerstand regulieren und somit schonender trainieren. Dieses Fitnesstraining bietet sich zudem für Personen mit Übergewicht an, die beim Laufen Ihre Gelenke, Bänder und die Muskulatur übermäßig beanspruchen könnten. Ebenso Seniorinnen und Senioren, die gern ein wenig mehr Ausdauer hätten, kommen mit dem Training auf dem Fahrrad besser zurecht. Die Leistungsfähigkeit wächst sanft aber stetig. Bedingung ist allerdings, dass man regelmäßig in den Sattel steigt.
Grundsätzlich trifft die Aussage zu, dass jeder Mensch unterschiedliche Grundvoraussetzungen für den Trainingsbeginn mitbringt. Wer von seinem Arzt die uneingeschränkte Tauglichkeit zum Laufen bescheinigt bekommt, dem ist lediglich anzuraten, die Inhalte der Trainingslehre zu beachten und nicht von Anfang an zu viel zu wollen.
Ob Laufen oder Radfahren, beide Sportarten haben ihre Vorzüge. Von elementarer Bedeutsamkeit ist jedoch, regelmäßig und dem eigenen Level angepasst zu trainieren. Alternativ zum Laufen und Fahrradfahren sind auch die Disziplinen Walking und Nordic-Walking als schonende und effektive Ausdauersportarten anerkannt.
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