Wellness pflegt den Körper und die Seele
Natürlich wird der Körper im Alltag gepflegt. Morgens springt man unter die Dusche und auch am Abend sieht er noch einmal Wasser. Wenn die Zeit am Wochenende reicht, dann wird eine Haarkur gemacht und ein langer Spaziergang unternommen. Hand aufs Herz, so oder so ähnlich dürften die Gewohnheiten der meisten Deutschen aussehen. Für viel mehr ist in der Hektik des modernen Lebens kaum Zeit. Kein Wunder also, dass mehr und mehr Menschen sich eine Auszeit wünschen und sich einen Tag oder auch einen ganzen Urlaub lang einmal konsequent um ihren Körper kümmern wollen. Wellness boomt seit Jahren und ein Ende dieses Trends ist nicht in Sicht.
Mit Eitelkeit hat dieser Boom übrigens nichts zu tun. Es geht dabei um das Sichwohlfühlen, es geht im weitesten Sinne um aktive Gesundheitspflege. Man soll den Körper pflegen und ihm Gutes tun, so hat es sinngemäß einmal die Schauspielerin Christine Kaufmann formuliert, damit die Seele Freude daran hat, in ihm zu wohnen. Schöner kann man Wellness wohl kaum umschreiben.
Wer sich noch nie entsprechende Anwendungen gegönnt hat, der fängt am besten klein an. In jeder größeren Stadt gibt es sogenannte Day-Spas, in denen man sich ein paar Stunden lang verwöhnen lassen kann. Wer sich nicht ganz sicher ist, wie er auf eine Ganzkörpermassage reagieren wird, der fängt mit einer entspannenden Nackenmassage an oder gönnt sich Pediküre und Maniküre, bei der die Füße und die Hände auch sanft massiert werden. Solche Angebote findet man übrigens in aller Regel auch in Thermen. Dort kann man die Anwendungen als Teil eines herrlich entspannten Ferientages genießen, an dem ansonsten auch noch geschwommen, gesaunt, gelesen und geschlafen wird.
Ideal ist es natürlich, wenn dem Körper gleich so etwas wie eine Wellness-Kur gegönnt wird. Ein langes Wochenende, eine Woche, zwei Wochen; je länger, je lieber sollte man denken. Wichtig dabei ist aber, dass auch der Geist zur Ruhe kommt. Statt sich eine Woche Wellness vom Mund abzusparen, sollte man lieber ein langes Wochenende buchen und das dann aber mit allen Sinnen genießen.
Auch das wird jedoch nur wenigen Menschen möglich sein. Bei dem einen hat das finanzielle Gründe, beim anderen hapert es mit der entsprechenden Freizeit. Dann wäre es vielleicht eine Idee, Wellness bewusster in den eigenen Alltag einzubauen. Ein, zwei Stunden pro Woche wird man für sich herausschinden können, wenn man es wirklich will. Dann wird die Tür zum Bad abgeschlossen und das eigene, ganz private Spa eröffnet. Statt flotter Dusche kommt dann ein genüssliches Vollbad oder ein Peeling von Kopf bis Fuß. Anschließend wird die Haut ganz bewusst mit kreisenden Bewegungen eingecremt. Vielleicht ist ja sogar noch Zeit, die Nägel zu feilen und zu lackieren? Fein – so kann Wellness nämlich auch gehen.
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